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Sonntag, 05. September 2010
|12:01 

Atemschutz

 Pikett 1 - 3      Atemschutz     Motorspritzen    Verkehr      Führungsunterstützung     Kameradschaftsführer


 

Gruppe: 

606

 
Abteilungschef  

 Oblt

  Bucher Marco
Stellvertreter 

 Lt

  Barmettler Olaf

 


 

Warum Atemschutz?

Bei den Einsatzstellen der Feuerwehr, wie die technische
Hilfeleistung oder ein Feuer, lauern oft Gefahren auf die Feuerwehrmänner.

Durch die Zersetzung von chemischen Produkten entstehen
Atemgifte an der Einsatzstelle, wovor sich die Feuerwehrleute schützen müssen. Daher tragen die Feuerwehrleute Atemschutzgeräte, um sehr schwerwiegende gesundheitliche Schädigungen zu vermeiden.

Ein weiterer Grund für das Tragen von Atemschutzgeräten
kann sein, wenn wohlmöglich in geschlossen Räumen ein Sauerstoffmangel herschen könnte. Da unter einem Anteil
von 17% Sauerstoff in der Atemluft eine Beeinträchtigung der Wahrnehmung oder eventuell bei sehr niederigen Prozentzahlen
der Tod eintreten könnte, muss auch hier auch eine Atemschutzausrüstung getragen werden.

Video von einer Atemschutzübung




                                                                                                    
 
  Was sind Atemgifte?

Atemgifte sind in der Atemluft vorhandene Fremdstoffe.
Sie gelangen durch Einatmung in den menschlichen Körper und wirken dort schädigend ein.Die Atemgifte können sowohl fest, flüssig als auch gasförmig sein und werden nach den physikalischen Eigenschaften oder nach der physiologischen Wirkung eingeteilt.
Physikalische Eigenschaften meint die Atemgifte in der Luft vorkommen und wie ihr Zustand ist. Physiologische Wirkung beschreibt die Wirkung auf Lebewesen,
falls die Stoffe in ihnen wirken.
In den physikalischen Eigenschaften werden die Atemgifte in Schwebstoffe, Gase und Dämpfe eingeteilt. Atemgifte, die in eine physiologische Wirkung eingeteilt  wurden, sind in eine erstickende Wirkung, eine Reiz- und Ätzwirkung und eine Wirkung auf Blut, Nerven oder Zellen zugeordnet.
 
 
Untersuchung auf Atemschutztauglchkeit

Die Schutzausrüstung, die ein Feuerwehrmann/frau bei einem Einsatz
mit gesundheitsschädlichen Gasen/Stoffen tragen muss, ist sehr
belastend
für den jeweiligen Träger. Daher muss ein Feuerwehrmann,
bevor er unter Atemschutz "gehen" darf, gewisse gesundheitliche
Vorrausetzungen erfüllen. Die Untersuchung auf Tauglichkeit.
In dieser Untersuchung muss der Feuerwehrmann/Frau eine ärztliche
Untersuchnung ablegen.Ferner muss er auch ein Lungenvolumen von
mindestens 2 Litern aufbringen und des
weiteren werden Grösse, Gewicht, Gesundheitszustand,
Krankheitsgeschichte vom Träger abverlangt.
Falls man dies alles zufriedenstellend besteht, dann wird man
atemschutztauglich geschrieben.

 
 
 

Trupüberwacher bei der Arbeit


Besprechung eines Trupps

   
Schutzausrüstung Atemschutz

Ein Feuerwehrmann muss, wenn er unter Atemschutz in ein Haus eindringt, auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet sein.
Daher trägt ein Atemschutzgeräteträger schon recht viel Ausrütung bei sich.


Hier sehen Sie  Atemschutz Träger in voller Montur:

Ausrüstung Geräteträger          Träger von hinten                       Trupp von vorne
                                                                       
 

Die Zusätzliche Belastung für einen Feuerwehrmann sind durch die vielen Ausrüstungsgegenstände enorm.
Alleine durch die Schutzausrütung wiegt der Feuerwehrmann 25 kg mehr ( und mehr ). Zu diesen Belastungen kommt noch die restliche Einsatzkleidung. Dazu gehört der Helm mit 1 kg, die Stiefel und Hose mit 3 kg und die Feuerwehrjacke mit 3 - 5 kg.

 

 


Wie funktioniert ein Pressluftatmer?

Ein Pressluftatmer besteht aus Tragschale mit Bänderung,
Druckminderer mit Restdruckwarneinrichtung, Druckmanometer, Lungenautomat und Druckluftflasche.
Der vorhandene Druck in der Druckluftflasche wird von
300 bar auf 7 bar vom Druckminderer heruntergeregelt.
Am Lungenautomat wird der Druck wiederrum auf einen
Druck von 3,9 m / bar heruntergesetzt und an die
Atemschutzmaske weitergegeben.
Durch diese  Technik bleibt in der Atemschutzmaske
immer ein Überdruck erhalten, so daß im Falle eines
Leckes in der Maske keine schädlichen Gase in den
Maskenkörper eindringen können. Das kommt dadurch zu stande, daß der Überdruck, falls ein Leck in der Maske vorhanden ist, Luft an die Umgebung durch
das Leck abgibt.
Da durch den Überdruck nur Luft hinausströmt, können keine Gase in die Maske eindringen.

 


 

 

Wie hoch ist die Einsatzzeit unter Pressluftatmer?

Da eine Druckluftflasche 6 Liter Volumen besitzt und unter 300 barDruck steht, sind insgesamt 1800 Liter ( 300 bar x 6 L ) Luft in der Flasche vorhanden. Da jedoch Luft Reibungsverluste ab einem gewissen Druck aufweist, sind es nur 1640 Liter. Geht man nun von einem Luftverbrauch von 40 Litern auf 1 Minute an, dann hat man eine Einsatzzeit von  40 Minuten ( 1640 L / 40 L/min ).
Die noch verbleibende Einsatzzeit errechnet man mit
einer bestimmten Formel.

Man nimmt den Manometerdruck, z.B. 150 bar , streicht die Null von 150 weg und multipliziert das Ganze mit 1,5.

150 / 10 = 15 x 1,5 = 22,5 Minuten.

So kann jeder Geräteträger selbst in Stresssituationen schnell und problemlos seine noch verbleibende Einsatzzeit errechnen.

 
   
 

    Bewegungslosmelder (Totmannmelder)

An jedem Atemschutzgerät ist ein Notsignalgeber angebracht. Das Gerät gibt automatisch Alarm, wenn sich die Einsatzkraft nicht mehr bewegt: nach 20 Sekunden ertönt ein Voralarm, der sich durch kurze Bewegung quittieren lässt. Nach weiteren sieben Sekunden Bewegungslosigkeit löst das Gerät einen lauten Alarm aus, der nur noch mit Hilfe des gesicherten Schalters abgestellt werden kann.

Der Vollalarm kann auch manuell durch den Schiebeschalter ausgelöst werden.

 

Gruppenfoto, Juli 2006

 

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Publiziert am: Mittwoch, 03. Januar 2007 (5707 mal gelesen)
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