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Mittwoch, 08. September 2010
|17:19 
Unfallübung auf dem Flugplatz
 
Geschrieben von silvio am Donnerstag, 24. Juni 2010

Brandaktuell

Quelle ONZ: Die Soldaten der Lufttransport Kompanie 3 kommen aus der ganzen Schweiz. Seit zwei Wochen befinden sie sich im WK in Alpnach. Die meisten kennen den Flugplatz von früheren Kursen. Umgekehrt kennen die Feuerwehren Alpnach und Sarnen sowie der Rettungsdienst Obwalden die Luftwaffeneinheit auch seit Jahren. Denn deren technischer Offizier Daniel Hiltebrand lädt die einheimischen Notorganisationen jeweils zu den Einsatzübungen des Flugunfallpiketts ein.


Thomas Schrackmann, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Sarnen, weiss dies zu schätzen: «Es ist schön, dass wir einfach mitmachen können.»

Der Alpnacher Feuerwehrkommandant Remo Kuster war am Mittwoch selbst einer der 250 Übungsteilnehmer und ist froh, dass sich dieses Jahr die Gelegenheit bot, mit einem Flächenflugzeug zu üben. «Wenn keine WK-Einheit auf dem Flugplatz ist, braucht es bei einem Flugunfall ziemlich schnell die Unterstützung unserer Feuerwehr», erklärt er.

«Letzte Woche haben wir in Sarnen geübt», erläutert Jürg Bühler von der Chemiewehr Obwalden. «Heute konnten wir unsere Kenntnisse erneut umsetzen.» «Dass so viele Organisationen teilnehmen, ist allerdings schon speziell», ergänzte Reto Abächerli, der wie Bühler ausser bei der Chemiewehr auch in der Feuerwehr Giswil mitmacht.

Vielfältige Problemstellungen

Damit es für alle Teilnehmer genug zu tun gab, hatten sich die Übungsleiter ein Szenario ausgedacht, das es in sich hatte. Um 18.45 Uhr meldete der Pilot eines mit 14 Personen besetzten Flugzeugs, dass sich in der Kabine Rauch ausbreite und er in Alpnach notlanden müsse. Das Unfallpikett rückte aufs Flugfeld aus; gleichzeitig wurden Feuerwehr und Sanität aufgeboten. Gut 20 Minuten später landete das von Lösch- und Rettungstrupps erwartete Flugzeug. Übungsleiter Hiltebrand hatte aber noch weitere Knacknüsse eingebaut. Ein Militärfahrzeug kollidierte mit dem Flugzeug, worauf eine unbekannte Chemikalie ausfloss und auf der Ostseite des Flugplatzes wurde der Fahrer eines Kerosintanklasters so abgelenkt, dass sein Fahrzeug in die Sarner Aa zu stürzen drohte. Jetzt war die Chemie- und Ölwehr gefragt. Nach einem weiteren Folgeeinsatz beendete Übungsleiter Hiltebrand die Übung und bemerkte zufrieden: «Wir haben einmal mehr bewiesen, wie schlagkräftig wir zusammen sind.»

Bevor die Armeeküche alle Übungsteilnehmer mit einer Gerstensuppe und Wurst verköstigte, bedankte sich der Flugplatzkommandant bei ihnen. «Ich verstehe von eurem Business wenig», sagte Oberst Thomas Bucher an die Adresse der Rettungskräfte, «ich bin aber darauf angewiesen, dass es funktioniert. Es beruhigt mich, dass die Zusammenarbeit klappt.»

Die Feuerwehr Alpnach war mit 7 AdF an der Übung dabei.  ( Bilder Quelle : ONZ)

Weitere Bilder [ hier ] und [ hier ]  (von Feuerwehr Alpnach >> hier )

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